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Weniger Krebs bei vegetarischer und veganer Ernährung? Neue Studienauswertung liefert Hinweise

Eine große Analyse aus dem European Journal of Epidemiology (2026) deutet darauf hin, dass vegetarische und vegane Ernährungsweisen mit einem geringeren Krebsrisiko verbunden sein könnten. Ein internationales Forschungsteam aus Großbritannien, Norwegen und Deutschland wertete dafür 17 Studien aus. Im Vergleich zu Mischkost lag das Gesamtrisiko für Krebserkrankungen bei Vegetariern rund 13 % niedriger, bei Veganern etwa 23 %. Die Auswertung beruhte auf bevölkerungsbasierten Kohortenstudien aus Europa und den USA mit gesunden Erwachsenen verschiedener Altersgruppen.

Besonders bei Vegetariern zeigten sich reduzierte Risiken für mehrere Krebsarten. Dazu gehörten unter anderem Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs (einschließlich postmenopausaler Formen), Hautkrebs (Melanom), Blasenkrebs sowie Non-Hodgkin-Lymphome. Für einige weitere Krebsarten wie Lungen-, Eierstock- oder Prostatakrebs ergaben sich zwar Hinweise auf geringere Risiken, diese waren jedoch statistisch nicht eindeutig.

Die vegane Ernährung war vor allem mit einem geringeren Brustkrebsrisiko verbunden sowie insgesamt mit einer niedrigeren Krebsrate. Unterschiede zu früheren Untersuchungen bestehen: Eine ältere Meta-Analyse hatte teilweise ein erhöhtes Risiko für bestimmte Tumoren bei pflanzenbasierter Ernährung beschrieben, was in der neuen Auswertung nicht bestätigt wurde. Die Forschenden betonen, dass pflanzenbasierte Ernährung gesundheitspolitisch relevant sein könnte, da selbst moderate Risikoreduktionen in der Bevölkerung große Effekte haben könnten.

Aune, D. et al.
Vegetarian and vegan diets and cancer incidence: a systematic review and meta-analysis of prospective studies
European Journal of Epidemiology 2/2026

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